Fragebogen zur statistischen Auswertung der Universität Aberdeen

Einführung

Professor Beaumont trat der juristischen Fakultät im Jahr 1983 bei, nachdem er als Commonwealth-Stipendiat an der Dalhousie University graduiert hatte. Seit 1995 ist er Professor für EU-Recht und Internationales Privatrecht.

Seine Interessengebiete liegen im Internationalen Privatrecht und EU-Recht, in denen er umfangreich publiziert hat. Seit 1996 ist er häufig Mitglied der britischen Abordnung zur Haager Konferenz für Internationales Privatrecht, war Mitglied der Haager Redaktionsausschüsse für die Übereinkommen über Gerichtsstandvereinbarungen (2005) und Unterhalt (2007) und vertrat Großbritannien bei diversen Ausarbeitungen der Arbeitsgruppe des Rates der Europäischen Union für Zivilrecht. Er nahm für Großbritannien eine führende Rolle bei der Aushandlung der folgenden EU-Verordnungen ein: Brüssel I, Rom I, Rom II und Unterhalt. Zurzeit verhandelt er über die Revision von Brüssel I und die vorgeschlagene Erbrechtsverordnung. Seit 1996 ist er als Berater für Internationales Privatrecht für das britische Justizministerium und das Justizministerium der schottischen Regionalregierung tätig. Er ist seit dessen Gründung Mitglied des britischen Beratungsausschusses für Internationales Privatrecht (jetzt unter dem Vorsitz von Lord Mance).

Eine vollständige Beschreibung seiner Forschungstätigkeit und Veröffentlichungen finden Sie unter: http://www.abdn.ac.uk/law/people/profiles/p.beaumont

Lara Walker promoviert derzeit über die Verordnung (EG) Nr. 4/2009 und das Haager Übereinkommen von 2007. Sie hat an der Universität Aberdeen auch ihren Mastergrad in Rechtswissenschaften erworben. Hierbei waren die Haager Kinderübereinkommen und die Menschenrechte ihre Spezialgebiete. Zu diesem Bereich liegen folgende Publikationen vor:
L Walker and P Beaumont, ‘Shifting the Balance Achieved by the Abduction Convention: The Contrasting Approaches of the European Court of Human Rights and the European Court of Justice’ (2011) 7 Journal of Private International Law 231.
L Walker, ‘The Impact of the Hague Abduction Convention on the Rights of the Family in the case-law of the European Court of Human Rights and the UN Human Rights Committee: The Danger of Neulinger’, (2010) 6 Journal of Private International Law 649.
L Walker, ‘The Relationship between BIIR and the Hague Convention: Detiček v Sgueglia’, June [2010] International Family Law 203

Unsere Forschungstätigkeit für das laufende Projekt betrifft die Durchführung einer detaillierten statistischen Analyse von Anträgen gem. Verordnung (EG) Nr. 4/2009, die im ersten Jahr nach ihrem Inkrafttreten, vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012, gestellt wurden. Dies erfolgt durch Versendung eines Fragebogens an jede Zentrale Behörde, die nach der Verordnung tätig ist. Der Fragebogen sollte den meisten Zentralen Behörden bereits vorliegen; er ist jedoch auch hier erhältlich.

Ziel des Fragebogens ist es zu eruieren, wie effektiv und effizient die Verordnung funktioniert. Die Ergebnisse werden bei der Konferenz vorgestellt. Diese bietet ein angemessenes Forum für die Erörterung von Stärken und Schwächen in der frühen Umsetzungsphase der Verordnung, das dabei helfen soll, in den Mitgliedsstaaten eine einheitliche Auslegung und Anwendung der Verordnung zu erreichen. Der Fragebogen zielt darauf ab, Informationen über die Zahl der während dieses Zeitraums eingehenden und ausgehenden Anträge sowie darüber zu erhalten, wie viele davon erfolgreich waren.

Wir wären sehr dankbar, wenn alle Zentralen Behörden sich die Zeit nehmen würden, den Fragebogen genau auszufüllen. Der Zweck besteht nicht darin, private Informationen über Personen zu erlangen, die einen Antrag nach der Verordnung gestellt haben, sondern statistische Informationen zu den vorgenannten Themen zu erhalten. Die über den Fragebogen erhobenen Informationen werden bei der Konferenz vorgestellt. Wir hoffen, dass diese statistische Analyse in Zukunft wiederholt wird.